Das Zentrum „ego“


(Der kleinen Katze gewidmet, die mir in die Nase zwickt.)

Die Tür geht zu, die kleine Katze lacht mich an.
Ich trete ein, in dieses Stückchen heile Welt.
Was ich bis jetzt noch nicht gesehen habe,
und was mich heute noch gefesselt hält:

Die Welt, die du dir selbst bedeutest,
ist immer, einzig, ewig Du.
Du drehst dich um die eigne Achse,
und stetig auf dich selber zu.

Und zwischen deinen vielen Zeilen,
in denen nie ein einzig Wir gefunden ward,
ist nie ein Platz für meine Welt,
Und ich niemals ein Stückchen Gegenwart.

Was gäbe ich dafür, mich ganz dir hin zu schenken.
Und wäre ich in deinem Leben ein Moment:
Ich würde nicht in Jahren mehr vergehen.
Ich wäre schon als Augenblick: total und völlig permanent.

Bis dann ergießt sich still ein Tropfen Träne
in diesen steten Fluss der Zeit.
Dein Wort trifft mich, und flüstert mir ins Herz:
Für dich bin ich Bedeutungslosigkeit.

(Die Tür geht auf, die kleine Katze schaut mich seltsam an.
Ich breche ein, in diese so kaputte Welt.
Was ich bis heute nicht gesehen habe:
Das dir mein Schmerz vielleicht gefällt.)

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2 Antworten zu “Das Zentrum „ego“

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