Archiv der Kategorie: Tägliches Geschwätz

Mehr oder weniger


Mehr oder weniger
Bei dir oder bei mir
Und dabei
Mehr oder weniger
In Gedanken, die
Mehr oder weniger
Mal da, mal dorthin schweifen,
Mehr oder weniger
Konstant.

Mehr oder weniger
Licht ins dunkel bringen
Um dann
Mehr oder weniger
Zu zweifeln
Mehr oder weniger
zu wissen, was dort zweifelt:
Mehr oder weniger Verstand.

Mehr oder weniger
Die Schuhe ausgezogen
Um aufzubrechen,
Mehr oder weniger dann auszusprechen,
Was man längst denkt:
Mehr oder weniger
Genug zu haben,
Von alledem, und dem, und dem,
Vom Mehr, vom weniger,
mehr – oder weniger.
Ich will das Meer – Nicht weniger.

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Outa Space


Ein wenig Musik, ein wenig betrunken, ein wenig Kamera. Have fun!

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Öpve in der Verbform richtig konjugieren


Nach einer kurzen Rücksprache mit @kotzend_einhorn und der Best’tigung meiner Vermutung des klassischen Beugens durch @silenttiffy via Twitter präsentiere ich feierlich:

Wie konjugiere ich Öpve in der Verbform (öpven) korrekt?

Singular: öpven

Präsens

Ich             öpve
Du             öpvst
Er / Sie / Es         öpvt

Wir            öpven
Ihr            öpvt
Sie            öpven

Perfekt

Ich             habe geöpvt
Du             hast geöpvt
Er / Sie / Es         hat geöpvt

Wir            haben geöpvt
Ihr            habt geöpvt
Sie            haben geöpvt

Präteritum

Ich             öpvte
Du             öpvtest
Er / Sie / Es         öpvte

Wir            öpvten
Ihr            öpvtet
Sie            öpvten

Plusquamperfekt

Ich             hatte geöpvt
Du             hattest geöpvt
Er / Sie / Es         hatte geöpvt

Wir            hatten geöpvt
Ihr            hattet geöpvt
Sie            hatten geöpvt

Futur I.

Ich             werde öpven
Du             wirst öpven
Er / Sie / Es         wird öpven

Wir            werden öpven
Ihr            werdet öpven
Sie            werden öpven

Ich             werde geöpvt sein
Du             wirst geöpvt sein
Er / Sie / Es         wird geöpvt sein

Wir            werden geöpvt sein
Ihr            werdet geöpvt sein
Sie            werden geöpvt sein

Ergänzen sie die Aktiv- Bzw. Passivformen logisch und reichen Sie diese bei mir ein:

Christian.bohm@hotmail.de

Viel Spaß!

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Kopf aus Holz


Hab ich für euch einfach mal gesungen. Gibts nicht mehr im Original.

Gundermann: Kopf aus Holz / Heart of gold

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Das Schwere an leichten Tagen


Nach diesem Temperaturanstieg geht es einem doch gleich viel besser. Ich habe das Gefühl, die Leute schauen freundlicher, den alten Menschen wird eher ein Platz angeboten, und selbst das Gebrüll der Kinder in der Bahn wirkt wie leises Vogelzwitschern. Jedenfalls solange, bis die Bahn zu voll ist. Dann wird alles, aber auch wirklich alles nervend. Die garstig schreienden Kinder, die schwitzende Meute, die telefonierenden wanna-be´s – Ich verliere mich in leicht panikartigen Attacken und dem Gefühl, plötzlich an Platzangst zu leiden.

Wissen Sie, ich bin ein Anhänger des Determinismus. Alles hat eine Ursache, und eine Ursache erzeugt eine Wirkung. Ein ewiger Wechsel, Ursache, dann Wirkung, wird wieder Ursache, und so weiter, ein ewiger Kreislauf, hinter dem wir keine Gesetzmäßigkeiten erkennen können oder wollen, obschon es sie gibt. Wir sind nur viel zu primitiv, zu begreifen, was um uns herum geschieht. Verstehen sie mich nicht Falsch, es gibt einen freien Willen, einen Gestaltungsraum in dem Sie sich bewegen können. Ich habe aber erkannt, dass es Dinge gibt, die einen so beeinflussen, eine Macht entwickeln, über das eigene Ich, die – objektiv betrachtet – viel gewaltiger ist, als wir es uns je vorstellen können. Ich sage Dinge, ein einfaches Wort, und meine  Erinnerungen, Erlebnisse, Tage, Menschen – Sie wissen schon.

In diesem Raum, den wir als unsere Freiheit begreifen, streben wir nach Glück. Wenn wir glücklich waren, merken wir das, meist hinterher. Obschon wir auch das wissen, sind wir nicht in der Lage, den Moment zu genießen. Und bei allem, was wir auf diesem Wege tun, dem streben nach Glück, fragen wir uns, warum wir tun, was wir tun. Warum wir sind, wer wir sind. Wieso wir gerade so handeln. Überlegen Sie sich das: Wir stellen uns so wichtige Fragen, sind aber zu Blöd, die einfachsten Zusammenhänge, die wir ja kennen, zu nutzen.

Für mich bedeutet das, jene oben erwähnten „mir-auf-dieNerven-Geher“ sind bestandteil einer kosmischen Formel, die womöglich versucht ist, mich ganz einfach in den Wahnsinn zu treiben. Nun gut, ganz so arrogant bin ich nicht, ich glaube, das Universum hat wichtigere Probleme. Allenthalben komme ich aber zu dem Schluss, dass es uns einfach vergessen hat. Weshalb wir lauthals telefonieren und uns wie von Sinnen in eine Bahn stürzen, obwohl zwei Minuten später eine weitere, womöglich nicht so gefüllte folgt.

Was will ich sagen? Schreien wir doch alle gen Himmel: „erinnere dich“, statt ins Telefon zu brüllen. Hört auch jeder, ist aber geselliger.

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Du, ich, Namen, Augen: Nenn es Brief.


Manchmal glänzt man mit Abwesenheit, trotz eigentlichem Dasein. War das so bei dir? Dem Duft meiner Jacke nach nicht. Und doch, als hätte jemand plötzlich einen Graben zwischen uns gelegt, so fühle ich mich jetzt, nachdem ich weg bin. Und ich frage mich auch, ob ich zu viel denke. Während deine Füße auf meinen Landen, sagst du mir, dass meine Lippen schön sind, doch ich fühle, dass sie unvollkommen sind, vielleicht weisst du warum, vielleicht weisst du es irgendwann. Ich sehe es nicht als Aufforderung, wenn mir jemand sagt, küss mich, vielleicht hätte ich das tun sollen. Aber zwischen allen, zwischen uns, diese Namen. Derer es nun auch noch zwei sind. Ich will nicht sagen, dass ich Liebe, so etwas entsteht, wir wissen das beide, wir haben das beide erlebt. Ich begehre.

Augen, so groß wie der Riss in mir, sehen mich an, Augen, die so vertraut sind, ohne dass ich sie verstehe. Deren Blick ich nicht lange Standhalten kann, ihrem Blick aber nicht weichen will. Die jetzt an meiner Wand zu hängen scheinen, sich meiner bemächtigen. Ich erinnere mich, als ich an den Gerberas vorbeilaufe, dass sie deine Lieblingsblumen sind, ich glaube, du wirst dich freuen, neben der Kamera, und als du mir sagst, eine gerade Anzahl bringt ja Unglück, erinnere ich mich daran, dass ich genau das weiss. Es fühlt sich an, als hätte ich einen Fehler gemacht, ich glaube, entweder das Falsche zu tun, oder das Richtige einfach nicht zu tun. Ich ertrage dein schwärmen schon fast, den Namen geltend, Risse über Risse. noch nie kam mir ein Wochenende so lang vor, noch nie verging ein Tag so schnell. Noch nie war das süß war gestern so metaphorisch, wie es morgen sein wird. Eigentlich fand ich die Kellnerin nicht mal hübsch, wenn ich auch lachende Gesichter mag.

Als ich den ganzen Kram (Objektiv, Gegenlichtblende, Stativ, etc.) einpackte, stelle ich sie mir vor, diese großen Augen, jetzt wird mir bewusst, dass ich dich kenne, und dich eben doch nicht kenne. Es war weg, dieses kleine, quirlige Wesen, als hätte es jemand plötzlich in den See geworfen.

Von Schönheit glänzend, den leichten schwarzen Lidstrich über den Augen, unsere Jacke, die vielen Dinge, die ich sehe, rücken weg. Sind ungreifbar, fern, und nah. Mir fällt das denken schwer, mir fällt das Essen schwer. Du kennst das ja, dieses: Ich muss das jetzt haben. Aber ich muss nichts jetzt haben. Ein Wartezimmer, dass sich Zeit nennt; ganz beruhigt setze ich mich genau dort hin. Ich warte. Ich werde da sein. Unwissend, ob ich jemals aufgerufen werde.

Im Leben gibt es immer Menschen, es gibt Erinnerungen, Verknüpfungen. Ich hätte das wissen können. Und plötzlich sind sie aufgetaucht. Mir hätte das klar sein müssen. Manches Mal treffen einen die Dinge, wie Regentropfen immer irgendwann auf die Strasse treffen müssen. Alles ist im Fluss, ich schwimme. In deinen wasserfarbenen Augen schwimme ich. Bis zum ertrinken.

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Rote Kappen auf jungen Damen


Bitte alle Aussteigen. Dieses Märchen endet hier. Zur Weiterfahrt benutzen Sie bitte den Schienenersatzverkehr in Richtung Realität. Du meine Güte, dachte Rotkäppchen, Wo bin ich denn hier gelandet? Gerüche stiegen ihr in die Nase, die sie nicht kannte. Fremde Gerüche, schöne, aber auch bedrückende. Atemberaubend sozusagen.

Der Duft der Großstadt.

Was sie alles sah! Die vielen Menschen, die so ganz anders aussahen als sie selbst – ungleich bunter in ihrer Vielfalt, und doch so grau, betrachtet man jeden für sich. Die bunte Masse der schwarzweißen Einzelstücke. So unvereinbar, und trotzdem schlüssig. Sehenswert, sozusagen.

Der Glanz der Großstadt.

Und die Geräusche – das Quietschen der Bremsen, die wunderbare Melodie der Geige, und das schniefen des Mannes, der auf ihr spielte. Das Schreien der Kinder, dass lachen der Touristen. Quälende Laute, Berührende Töne – Ohrenbetäubend sozusagen.

Die Melodie der Großstadt.

Rotkäppchen geht die Treppen des U-Bahnhofes hinauf, sie fühlt unter sich erst den Beton, dann das Kopfsteinpflaster auf der Straße, die Menschen, die sie streifen, während sie sich vorbei drängeln – Der Wind, der mit Ihrer Kappe spielt. In Ihr Ohr flüstert – der Fremde, der Sie vorwärts schuppst. Sie spürt es.

Der Organismus der Großstadt.

Nun sieht sie den Bus. „SEV zur Realität“. Was bitte, heißt SEV? Sie steigt ein. Erblickt den Fahrer. Herr Busfahrer, warum haben Sie so müde Augen? Mund halten, hinsetzen. Und während der Fahrt nicht mit dem Fahrer sprechen. Entschuldigung. NICHT mit dem Fahrer sprechen! Entschuldigung NICHT!

Rotkäppchen setzt sich auf einen freien Platz. Erstaunlich leer, der Bus zur Realität, denkt sie. Plötzlich überkommt Sie Freude – da sitzt Großmutter! Großmutter, wie geht es dir? Doch Großmutter schaut sie fragend an. Rotkäppchen entdeckt plötzlich all die Flecken auf dem Gesicht der Großmutter. Altersflecken. Das weis Rotkäppchen natürlich nicht. Aber Großmutter, warum hast du so viele Flecken? Doch Großmutter schmatzt nur, schaut zum Fenster, und Rotkäppchen beginnt zu weinen. Sie geht, und setzt sich auf die hinterste Bank. Großmutter hat mich nicht mehr lieb, denkt Sie.

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