Jeden Augenblick.


Worte, die fehlen.
Küsse, die fallen,
wie die Worte,
die fehlen.

Küsse, die fallen,
Worte, die fehlen
wie die Worte,
die fehlen.

Musik, so laut.
Ich liebe dich,
So furchtbar leise.
Sonst nichts.

Ich liebe dich!
So furchtbar laut.
Wie leise Worte,
sonst nichts.

Das schönste Herz,
es schlägt so laut,
der Takt bricht
jeden Augenblick.

Der schönste Takt.
Er schlägt so laut.
Das Herz bricht.
Jeden Augenblick.

JEDEN AUGENBLICK.

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Wie @Jemus42 und ich ein Brotgeschäft eröffneten.


Hier nun, mit der freundlichen Genehmigung vom völlig wahnsinnigen @jemus42, ein DM-Wechsel, wie er wohl jeden Tag in Deutschland vorkommt. Und seien Sie versichert: Ich habe das nie gewollt.

HerrVanBohm
Wolle Kaffeepresseninformationen habe?

Jemus42
Sie dubioser Mensch, Sie.

HerrVanBohm
Dubios? Mensch? Ich bin doch nur ein Bot.

Jemus42
Las: Brot. Fand das spannender.

HerrVanBohm
Sie finden Brot spannend?

Jemus42
Sehr. Zumindest, wenn es mir DMs schreibt.

HerrVanBohm
Jetzt versteh ich. Sie nennen mich Brot! Bohm! Nicht Brot! >:-(

Jemus42
War HerrVanBrot schon vergeben?

HerrVanBohm
Interessante Frage. War Jesus42 schon vergeben?

Jemus42
Interesting. I never looked.

HerrVanBohm
Und sonst so?

Jemus42
23,6°C, 72% Luftfeuchtigkeit, eine kaputte Glühbirne. Und selbst?

HerrVanBohm
Kein Thermometer. Aber dafür ne Glühbirne.

Jemus42
Typisches Upper Class Gefasel.

HerrVanBohm
Ich fühl mich auch schon ganz neureich.

Jemus42
Das muss ich meinem Kaviar erzählen!

HerrVanBohm
Wie billig!

Jemus42
Ich übe noch.

HerrVanBohm
Soso. Mit Kaviar spricht man nicht, den wirft man aus dem Fenster.

Jemus42
Erzählen Sie das mal Ihrem Brot, das wird Ihnen was husten.

HerrVanBohm
Ich habe gar kein Brot.

Jemus42
Wissen Sie, wer auch kein Brot hatte? Richtig. Hitler.

HerrVanBohm
Ein treffender Vergleich.

Jemus42
Wie so häufig.

HerrVanBohm
Für ein Gossenkind sind Sie ganz schön von sich überzeugt. Wollen Sie jetzt eine Kaffeepresseninformationen?

Jemus42
Ich wurde bereits mit allen relevanten Informationen versorgt, während Sie über willkürliche Brotprodukte schwafelten.

HerrVanBohm
Das denken Sie!

Jemus42
Indeed.

HerrVanBohm
Wolle Brot kaufen?

Jemus42
Ja, eins für meine Freundin bitte.

HerrVanBohm
Weiß oder Schwarz?

Jemus42
Sind mit Streifen schon aus?

HerrVanBohm
Nee, hab noch eins im Lager. Sogar Frisch!

Jemus42
Naturstreifen und Selbststreifer?

HerrVanBohm
Aber nur in Mittel.

Jemus42
So was widerliches habe ich noch nie gehört, und ich hab mal ’ne Nacktschnecke durch den Ventilator geworfen.

HerrVanBohm
Kann ich was anderes anbieten?

Jemus42
Ein gekochtes Ei. 4 Minuten, bitte.

HerrVanBohm
Linkes oder rechtes?

Jemus42
Keine politischen Fallen um diese Uhrzeit.

HerrVanBohm
Ich meine das Ei.

Jemus42
Ich weiß.

HerrVanBohm
Also gut. Ei ist fertig.

Jemus42
Welches?

HerrVanBohm
Beide. Sie zahlen nur eins.

Jemus42
Sehr zuvorkommend.

HerrVanBohm
Macht dann achttausendvierhundertfünfzig Euro.

Jemus42
Kann ich mit Knöpfen bezahlen?

HerrVanBohm
Meinen Sie, ich bin durch Knöpfe reich geworden?

Jemus42
Sie wären nicht der erste. Ich möchte mit Jorge sprechen. Jorge ließ mich immer mit Knöpfen bezahlen. Wir waren zusammen im Ferienlager.

HerrVanBohm
Wo soll ich jetzt Jorge hernehmen?

Jemus42
Na aus Ihrer Tasche. Sie sind neu hier, oder?

HerrVanBohm
Im Brotgeschäft? Etwas.

Jemus42
Wer redet denn von Brot. Ich habe hier ein Ei, das kalt wird, und Sie verweigern mir gewohnte Zahlungsoptionen.

HerrVanBohm
Sie können es ja erstmal weiter reichen, dann regeln wir die Formalitäten.

Jemus42
Beim letzten mal hat mit der Türsteher mit einem Tischbein den Dickdarm perforiert, ich möchte keine Formalitäten mehr.

HerrVanBohm
Google sagt, Jorge macht was mit Catwalk. Sowas kommt mir nicht in die Tasche.

Jemus42
Wie sollen Sie denn dann jemals Taschenkönigin ’95 werden?

HerrVanBohm
Ich kann mir solche Titel kaufen.

Jemus42
Wieso verschwendet Sie dann noch Ihre Zeit mit Brot und Eiern?

HerrVanBohm
Sie haben mich erwischt. Ich verkaufe weder das Eine, noch das Andere.

Jemus42
Was machen Sie dann in meiner Wohnung, wenn Sie weder der Brot- noch der Eiermann sind?

HerrVanBohm
Ich verkaufe Kaffeepresseninformationen.

Jemus42
Aber ich dachte Sie sind Taschenkönigin?

HerrVanBohm
Das dachte ich auch. Dann kamen Sie.

Jemus42
Ich kam nicht, das hätte man an den Eiern gemerkt.

HerrVanBohm
Haben Sie mich lieb?

Jemus42
Beeinflusst meine Antwort meine Zahlungsoptionen bei Eiertransaktionen?

HerrVanBohm
Nein. Weil ich doch keine Eier verkaufe.

Jemus42
Dann natürlich ja, sehr, bis zum Anschlag.

HerrVanBohm
Macht vierfuffzig.

Jemus42
Für’s Liebhaben?

HerrVanBohm
Für die Eier.

Jemus42
Das ist doch Wahnsinn.

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Im Übrigen schreibt der @MannvomBalkon. Ich lese euch das mal vor.


Es gibt dieses wunderbare (oder, wie andere sagen, diesen wunderbaren) Blog: http://imuebrigen.wordpress.com/.
Dort schreibt der @MannvomBalkon. Für die Lesefaulen lese ich hier, was der so schreibt.

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Allein am Meer.


Ich halt mein Ohr an eine Muschel.
(Ich bin bei dir. Ich höre dich.)
Ich schaue tief ins weite Meer.
(Ich bin bei dir. Ich sehe dich.)
Ich streich das Salz von meinen Lippen.
(Ich bin bei dir. Ich schmecke dich.)
Ich atme tief die kühle Luft.
(Ich bin bei dir. Ich fühle dich.)

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Was ich mir wünsche.


In einem Spiegel liegt ein kleiner Funken.
Er fühlt sich so allein in dieser glatten Welt.
Manchmal, da weint er leise in die Stille,
und wartet, bis ein Stern vom Himmel fällt.

Daneben liegt, in rotes Licht gehüllt,
ein Staubkorn und es sieht mich fragend an.
Ob ich denn wüsste, wo die andern sind?
Ob ich ihn nicht aus dieser Kälte tragen kann?

Dann kommt ein Windhauch, weht ihn fort,
und bläst mir blass in mein Gesicht.
Die Wahrheit starrt mir tief in meine Augen.
Und sieht mich in der tiefe nicht.

Mir ist, als ginge jeder Halt verloren,
als stünde ich allein im Spiegel dieser Welt,
als wäre ich der kleine Funken,
der wartet, bis ein Stern vom Himmel fällt.

(Du stehst vor diesem Spiegel,
du blickst und suchst nach dir.
Ich wünsche dir, dass du dich findest.
Dass du dich findest, wünsch ich mir.)

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Ich schreibe deinen Namen.


Ein Tropfen jagt den nächsten durch den Tag.
Ich weiß nicht: Ist das Regen oder sind es Tränen?
Ich schreibe deinen Namen auf ein weißes Blatt Papier.
Und will mich nur in deine Nähe sehnen.

Die Welt sieht mein Gesicht, so stark und unbekümmert,
doch langsam fehlt mir Kraft und auch der Mut.
Ich schreibe deinen Namen auf ein weißes Blatt Papier.
Und hoffe nur: Es geht dir gut.

Jetzt lieg ich hier im Regen auf der Sonnenschaukel,
Und „Sommerfreude“ soll ihr Name sein.
Ich schreibe deinen Namen auf ein weißes Blatt Papier.
Und schließ es tief in meinem Herzen ein.

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Achtundzwanzig Fragen – Erich Fried.


„Ich habe sieben Fragen:
Wie kannst du glücklich werden?
Ich habe sechs Fragen zu fragen:
Wie wird es den Menschen gehen?
Ich habe fünf Fragen
(eine für jeden Finger):
Wie kann ich die Zeit ertragen
bis wir uns wiedersehen?
Ich habe vier Fragen
(für dich) nach vierblättrigem Klee
Ich habe drei Fragen
(die alten) für dich nach deinen drei Wünschen
Ich habe zwei Fragen:
was ich dir sein und nicht sein darf?
Ich habe eine Frage:
Wie ich dich glücklich seh?“
(von Erich Fried)

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